Über den Horizont hinaus: Die Montafoner Hüttenrunde

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Über den Horizont hinaus: Die Montafoner Hüttenrunde

Das Montafon wird von Rätikon, Silvretta und Verwall umschlossen – drei Gebirgszügen mit ganz unterschiedlichem Charakter. Wer alle drei durchwandern möchte, kommt mit der Montafoner Hüttenrunde auf große Tour – weg vom Alltag, im eigenen Rhythmus, über Berge und Täler.

Die Montafoner Hüttenrunde ist eine Weitwandertour, die mit einer facettenreichen Landschaft und einer reichhaltigen Flora für täglich neue Bergerlebnisse sorgt. Die gesamte Hüttenrunde führt vom Sulzfluh-Dolomit im Rätikon über den Kristallin in der Silvretta mit ihren Gletschern bis zur Blütenpracht des Verwall. Für Weitwander-Einsteiger sind Einzeletappen mit 2,5 bis zehn Stunden Gehzeit empfehlenswert. Erprobte Weitwanderer, die beim Abenteuer Weitwandern so richtig aus sich herausgehen möchten, packen die zehn Etappen in rund 50 Stunden Gehzeit.

Vom Lünersee bis Gargellen

Der Startpunkt ist in Schruns, von wo der Bus zur Lünerseebahn – mit Anreise über das Brandnertal – startet. Zur rund 400 Meter höher gelegenen Douglass Hütte geht es mit der Bahn oder zu Fuß. Am zweiten Tag wird über den Fernwanderweg oder den Saulajochsteig die Heinrich Hueter Hütte angepeilt. Der Weg zur Lindauer Hütte, auf der Hüttenwirt Thomas die Bergwanderer „einkocht“, führt in die Kalkberge des Rätikons mit drei markanten Türmen: der Sulzfluh und den beiden Drusentürmen. Das nächste Ziel ist das Joch unterhalb des Schwarzhorns, wo die Tilisunahütte liegt. Über den Rätikonhöhenweg, den Plasseggenpass und das Sarotla Joch erreicht man schließlich Gargellen.

Montafoner Hüttenrunde

Die Montafoner Hüttenrunde (c) Daniel Zangerl

Von Gargellen bis nach Schruns

Über das Vergaldner Joch und das Mittelbergjoch am Ende des Vergaldnertals folgt der Abstieg zur Tübinger Hütte. Und schon geht’s wieder bergauf – auf das Plattenjoch und die Reste von Schweizer- und Kromer Gletscher zur Saarbrücker Hütte. Von dort führt die Route über Blocksteinfelder und den kaum noch vorhandenen Litzner Gletscher zum Litznersattel, das Dach der Montafonrunde. Im Klostertal abwärts bis zum Ende des Silvrettasees verläuft der Weg zur Wiesbadner Hütte. Die nächsten Stationen sind Hohes Rad und Silvrettasee, dann steil bergauf zur Scharte zwischen großer und kleiner Vallüla und über die Breitspitze zum Zeinisjoch. Am Zeinissee erfolgt der Aufstieg zur Verbella Alpe und weiter zur Heilbronner Hütte. Dort beginnt der Wormser Höhenweg, der mit seinen neun bis elf Stunden Gehzeit die Kondition nochmal ordentlich auf die Probe stellt. Von der Wormser Hütte führt auf der letzte Etappe der Weg vorbei am Herzsee nach Schruns. Der Bus bringt die Weitwanderer zurück nach Schruns, wo eine Tour, die lange in Erinnerung bleibt, zu einem guten Ende kommt.

Video Montafoner Hüttenrunde

Bilder Montafoner Hüttenrunde

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Schwierigkeit

Montafoner Hüttenrunde - die unterschiedlichen Charaktere der drei Gebirgszüge prägen diese Hüttenwanderung. Vom Sulzfluh-Dolomit im Rätikon über den Kristallin in der Silvretta, mit seinen Gletschern, bis zur Blütenpracht des Verwall führt diese einzigartige Wanderung durch das Montafon. Die Montafoner Hüttenrunde kann komplett oder in Einzeletappen bewältigt werden.

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